Ausbildung zum Erzieherberuf

Erzieher/innen betreuen und fördern Kinder und Jugendliche. Sie sind vor allem in der vorschulischen Erziehung, in der Kinder- und Jugendarbeit sowie in der Heimerziehung tätig. Erzieher/in ist eine landesrechtlich geregelte schulische Aus- bzw. Weiterbildung an Fachschulen , Fachakademien , Berufsfachschulen und Berufskollegs , die in Vollzeit i.d.R. 2-3 Jahre, in Teilzeit 3-6 Jahre dauert.

Wie lange dauert die Ausbildung und welche Etappen gibt es?

Die Ausbildung dauert vier Jahre und gliedert sich folgendermaßen:
  • 1. Jahr: Berufskolleg

    Das Berufskolleg ist in Theorie und Praxis aufgeteilt: wöchentlich drei Tage Unterricht an einer Fachschule für Sozialpädagogik und zwei Tage Praktikum in einer Kindertageseinrichtung (oder einer anderen sozialpädagogischen Einrichtung). Manche Fachschulen erteilen mehrere Wochen Unterricht im Block, daran schließen sich

    Voraussetzung für das Berufskolleg:

    Sie haben die Mittlere Reife oder einen gleichwertigen Abschluss und bewerben sich

    • bei einer Fachschule für Sozialpädagogik um einen Schulplatz
    • mit der Zusage der Schule bei einer Kindertageseinrichtung o.ä. um einen Praktikumsplatz.

    In unserer Region gibt es derzeit folgende Fachschulen für Sozialpädagogik:

    Institut für Soziale Berufe Ravensburg gGmbH
    Kapuzinerstraße 2
    88212 Ravensburg
    Tel +49 (0) 751/36156-0
    Fax +49 (0) 751/36156-27
    Matthias – Erzberger-Schule
    Leipzigstraße 11
    88400 Biberach
    Tel +49 (0) 7351/346-215
    Fax +49 (0) 7351/346-342
    Sophie-Scholl-Schule
    Öschweg 5
    88299 Leutkirch
    Tel. +49/ (0) 7561/9811200
    Justus – von – Liebig- Schule
    Pestalozzistr. 25
    88677 Markdorf
    Tel. +49 (0) 7544/934-030
     

 

  • 2. und 3. Jahr: Unterricht an einer Fachschule für Sozialpädagogik

    Folgende Fächer werden unterrichtet:

    • Religionslehre/Religionspädagogik
    • Deutsch
    • Englisch

    In folgenden Handlungsfeldern werden Kompetenzen erworben:

    • Entwicklung beruflicher Identität
    • Förderung von Entwicklung und Bildung
    • Gestaltung von Erziehung und Betreuung
    • Unterstützung in besonderen Lebenssituationen
    • Zusammenarbeit mit Erwachsenen und Institutionen
    • Qualitätsmanagement
    • Sozialpädagogisches Handeln in verschiedenen Arbeitsfeldern

    Zusätzlich zum Unterricht werden Praktika beim Kindergarten- und beim Schulkind absolviert. In den Sommerferien zwischen den beiden Schuljahren wird ein Praktikum auf einer Freizeit oder in einem Heim abgeleistet.

  • 4. Jahr: Anerkennungsjahr (Berufspraktikum

    Ein Jahr praktische Tätigkeit in einer sozialpädagogischen Einrichtung.

Jeder dieser drei Ausbildungsabschnitte schließt mit einer Prüfung ab.

Mit dem Abschluss der Ausbildung erwerben Sie sich die Berufsbezeichnung "Staatlich anerkannter Erzieher"/ "Staatlich anerkannte Erzieherin".

… was verdiene ich in der Ausbildung?

Während des Berufskollegs (1.-3. Jahr) keine Vergütung
(bei der kath. Gesamtkirchengemeinde Weingarten während des Berufskollegs (1. Jahr) Taschengeld von 100 € monatlich)
Im Anerkennungsjahr: derzeit ca. 1.400 € / Monat brutto

…in welcher Art von Einrichtungen kann ich nach der Ausbildung arbeiten?

Nach erfolgreichem Abschluß Ihrer Ausbildung können Sie in den nachfolgenden Einrichtungen arbeiten:

  • Kindertageseinrichtungen
  • Erholungsheime
  • Jugendheime
  • Mutter-Kind-Heime
  • Krankenhäuser
  • Wohngruppen
  • Jugendhäuser
  • Frauenhäuser
  • Privathaushalte

… wie komme ich zu einer Ausbildungsstelle?

Sie bewerben sich in einer Fachschule für Sozialpädagogik, die die Ausbildung zum Erzieherberuf anbietet und suchen dann eine Praxisstelle für das erste Jahr des Berufskollegs.
Gegen Ende des 3. Ausbildungsjahres suchen Sie sich eine Stelle bei einem Träger einer sozialpädagogischen Einrichtung (z. B. Kindertagesstätte) für Ihr Berufspraktikum.

… gibt es auch noch andere Wege, Erzieher/in zu werden?

Eine weitere Möglichkeit, Erzieher/in zu werden, bietet die Schulfremdenprüfung oder die Praxisintegrierte Ausbildung (PIA).