Die Kolpingfamilie Weingarten ist eine Gemeinschaft, die versucht, im Geiste des Gesellenvaters und Sozialreformers Adolph Kolping zu leben und zu wirken.

Das öffentliche, meist wöchentliche Programm besteht unter anderem aus religiösen Bildungsabenden, sozialpolitischen Diskussionen und Vorträgen, Ausflügen mit Betriebsbesichtigungen und geselligen Veranstaltungen. Innerhalb der Stadt ist die Kolpingfamilie mit einem Stand beim Stadtfest und mit der alljährlichen Nikolausaktion präsent, deren Erlös immer einem guten Zweck zugeführt wird. Die Frauengruppe der Kolpingfamilie trifft sich einmal monatlich im Kolpingheim zu Bastelabenden und geselligem Beisammensein. Ihr Höhepunkt im Jahresprogramm ist sicher das Schmücken zweier Brunnen in der Innenstadt zum Palmsonntag. Die Mitglieder der Kolping-Sportabteilung treffen sich immer montagabends zum Sport in der Talschulturnhalle.

In Weingarten wurde die Kolpingfamilie im Jahre 1882 gegründet. Während des dritten Reiches bestand sie als sogenannter „Rauchclub“ im Geheimen fort. In der Nachkriegszeit wurde unter dem damaligen Stadtpfarrer und Präses Pater Anselm Günthör 1950 ein 10-Familienhaus in der Kolpingstraße fertig gestellt. Nach dem Bau des Gemeindehauses St. Martin fand die Kolpingfamilie in der Isenbartstraße bis heute ihre Bleibe für die regelmäßigen Zusammenkünfte.

Wie bei den meisten örtlichen Kolpingfamilien üblich, bestehen auch in Weingarten Kontakte zu regionalen und überregionalen Ebenen der großen Kolpingfamilie. Man ist vernetzt innerhalb des Kolpingbezirks Bodensee-Oberschwaben, dem Kolping-Verband in der Diözese Rottenburg Stuttgart sowie im nationalen und internationalen Kolpingwerk.

Derzeitiger Vorsitzender ist Markus Göttner, Tel.: 0751/44365